Arbeitsgemeinschaft der älteren Bürger Bambergs

Wir mischen uns ein

Aktuelle Themen der A.R.G.E.

Fachkräftemangel und fehlende Pflegekapazitäten, insbesondere in der Kurzzeitpflege

Als weiteres drängendes Thema erweist sich der schon eingetreten Fachkräftemangel in der ambulanten und stationären Altenhilfe. Konkret wird er in einer Verringerung belegbarer Plätze in stationären Einrichtungen, ausgelastete Kapazitäten der Pflegedienste und der Tatsache, dass aktuell Kurzzeitpflegeplätze in der Region nicht mehr zur Verfügung stehen, ein unhaltbarer Zustand.

Der Seniorenbeirat der Stadt beschloß auf Anregung der A.R.G.E., dass erhoben werden soll, welche Planungen in den Trägerorganisationen zum Thema "Schaffung von Kurzzeitpflegeplätzen" vorliegen und wie eine Unterstützung durch die Stadt aussehen könnte.

Überlastung und fehlende Anerkennung pflegender Angehöriger

Ein weiteres Kernthema der A.R.G.E. ist die Situation der pflegenden Angehörigen, die 2/3 der Pflegeleistungen erbringen, immer wieder Überforderungssituationen erleben und dringend Unterstützung in ihrem Alltag benötigen.

Hierbei kritisiert die A.R.G.E. die Personalsituation der Fachstelle für pflegende Angehörige als unzureichend und den Schwerpunkt der Informationsberatung als zwar eine sinnvolle Hilfe, die aber weit hinter den Notwendigkeiten zurückbleibt und unterstützt städtische Initiativen hier Abhilfe zu schaffen.

Seit Mitte Februar sollte pflegenden Angehörigen ein Pflegeportal zur Verfügung stehen. Das Pflegeportal wurde von der Stadt und dem Landkreis entwickelt und stellt interessierten eine Fülle von Informationen zum Thema zur Verfügung.

Sie erreichen das Portal über: www.pflegeportal-bamberg.de.


Das Seniorenpolitische Gesamtkonzept (SPGK) der Stadt Bamberg: Stadtteilentwicklung, die die Bedarfe älterer Bürger*innen in den Mittelpunkt stellt.

Welche Folgen hat der Demographische Wandel für Bamberg? Wie wird sich er Fachkräftemangel in der Altenhilfe in Bamberg auswirken? Wie können pflegende Angehörige, die schon jetzt 2/3 aller Pflegeleistungen erbringen wirksam unterstützt werden? Wie müssen sich unsere Stadtteile entwickeln, damit ältere Bürger*innen so lange im vertrauten Umfeld leben können, wie sie es wollen?

Diese Themen sind Gegenstand des Seniorenpolitischen Gesamtkonzepts (siehe pdf linke Spalte) der Stadt, an deren Umsetzung die A.R.G.E. im Rahmen einer verwaltungsinternen Planungsgruppe mitarbeitet.

Neben der Entwicklung von Stadtteilen und einer Senioren*innen gerechten Infrastruktur hält die A.R.G.E, insbesondere die Einrichtungen von Tagespflege in den Stadtteilen, die Förderung von nachbarschaftlichen Netzwerken und Insbesondere die Entwicklung eines stadtweiten Konzeptes für Stadtteilzentren mit den schon vorhandenen Trägern Innovative Sozialarbeit, Caritasverband der Stadt Bamberg, Mütterzentrum Känguruh und der Sozialstiftung der Stadt ist dringend nötig. In den Stadtteilzentren sehe wir generationenübergreifend Orte der Begegnung, an denen von Fachkräften Information und Beratung, aber auch von Bewohner*innen des Stadtteils Unterstützung gesucht und gefunden werden kann.

In einem ersten Pilotprojekt begann die Umsetzung des SPGK im Sommer 2018 in der Wunderburg. Nach zwei Bürgerforen arbeiten zur Zeit Arbeitsgruppen, um Maßnahmen zu entwickeln, die möglichst noch vor der Sommerpause dem Stadtrat vorgelegt werden sollen.


Kooperation der Ämter im Interesse älterer Bürger*innen angesichts des demographischen Wandels 

Im Oktober 2018 führte die Stadt Bamberg einen von der A.R.G.E. angeregten 1. Demographiegipfel der Stadtverwaltung Bamberg durch, an deren Durchführung wir beteiligt sind.

Das Datum für die Folgeveranstaltung, in der es verstärkt um die Vereinbarung ämterübergreifender Maßnahmen gehen soll, steht noch nicht fest.